Feuerwehr Giengen - Bericht
Bericht

Bericht Nr. 002
   
Datum: 12.01.20
Veranstaltungsort: Gerätehaus Hohenmemmingen, Sachsenhauser Straße, Hohenmemmingen
Abteilungen: Hohenmemmingen,

Bericht: Abteilungshauptversammlung EA Hohenmemmingen 03.01.2019
 

Hauptversammlung Feuerwehr Giengen EA Hohenmemmingen

Gute Nachrichten bei der Hauptversammlung der FFW Giengen EA Hohenmemmingen Die Freiwillige Feuerwehr der Stadt Giengen, Einsatzabteilung Hohenmemmingen, startete ins Jahr 2020 mit ihrer Hauptversammlung am 3. Januar und gleich mehreren guten Nachrichten: Zunächst konnte das Team den Kameraden Markus Schock als neues Mitglied begrüßen. Die Teamstärke erhöht sich damit auf 36, der Neueintritt wurde mit großem Applaus bedacht.

 

Auch Oberbürgermeister Dieter Henle hatte Positives zu vermelden. So soll von städtischer Seite im zweiten Quartal die Übergabe eines Ziegler Gerätewagens Logistik (GW-L 1) im Wert von rund 130.000 Euro erfolgen: Er wird gemäß Ratsbeschluss als Teil des Logistikkonzeptes der Feuerwehr Giengen in Hohenmemmingen stationiert. Zudem wurde ein neuer Kommandowagen (Wert: 60.000 Euro) beschlossen; er wird als eines von drei baugleichen Fahrzeugen zusammen mit dem Landkreis und der Stadt Heidenheim beschafft. Bereits im ersten Quartal des Jahres sei zudem die Abstimmung über eine Sanierungsstudie des fast 50 Jahre alten Florianhauses in Hohenmemmingen geplant. Dramaturgisch wirksam an den Schluss hatte er die frohe Botschaft des Tages gesetzt: „Der Stadt ist es gelungen, das Nachbargrundstück zum Florianhaus von einer Erbengemeinschaft zu erwerben. Wir haben damit alle Möglichkeiten für ein zukunftsfähiges Feuerwehrmagazin in Hohenmemmingen: durch Sanierung des Bestandsobjektes, Erweiterung oder Neubau. Realistische Zeitschiene für die Umsetzung könnte – abhängig von Finanzier- und Leistbarkeit – ab 2022 sein.“

 

Stadtbrandmeister Eberhardt griff diesen Faden gerne auf und bezeichnete den Erwerb des Grundstückes als nachträgliches Weihnachtsgeschenk. Die Feuerwehrführung freue sich auf die Plangespräche. „Nun können wir die noch unter der Abteilungsleitung von Hans-Dieter Ehrlinger erarbeiteten Pläne wieder aufgreifen“, so der Stadtbrandmeister. Er freue sich, dass die Zahl der Einsätze der Gesamtfeuerwehr Giengen in 2019 um 25 Prozent zurückgegangen seien. „Dennoch ist jeder Einsatz einer zu viel, da jeder Einsatz mit persönlichem Leid verbunden ist.“ Er verwies zudem darauf, dass man aus Giengener Sicht und aus Sicht des Landkreises Heidenheim dank pünktlicher Vorbereitung längst auf digitale Alarmierung hätte umstellen können. Allerdings gab es an anderer Stelle Verzögerungen; angestrebter spätester Zeitpunkt für die Umstellung sei nun der 30. Juni 2020. Hans-Frieder Eberhardt dankte der Abteilung für ihre zuverlässige Arbeit: „Wenn man die EA Hohenmemmingen alarmiert, weiß man, man ruft Kompetenz und Zuverlässigkeit!“ Zudem verwies er auf die in zwei Jahren anstehende Neubesetzung der beiden führenden Positionen in der Giengener Feuerwehr: Sowohl sein Amt als auch das seines Stellvertreters seien ab 2022 vakant und sollten im Idealfall aus den eigenen Reihen besetzt werden: „Der Oberbürgermeister und ich sind uns einig, dass es wieder eine konstante und zuverlässige Lösung geben soll!“ Auch Abteilungskommandant Martin Roth ist mit seinem Team durchweg zufrieden. Er bescheinigte den Kameraden einen guten Dienst- und Übungsbesuch und blickte auf auf ein Jahr mit durchschnittlicher Anzahl an Einsätzen der EA Hohenmemmingen zurück. 870 Mannstunden konnte die Abteilung vermelden. Insgesamt 16 Mal war sie ausgerückt: davon sechs Mal zur Brandbekämpfung, vier Mal, um technische Hilfe zu leisten. Der Rest der Einsätze wurde durch Brandmeldeanlagen verursacht. Der erste Einsatz fand am 1. Januar um 0.02 Uhr statt, als in der Sachsenhauser Straße eine durch Silvester-Feuerwerk in Brand geratene Hecke gelöscht werden musste. Im weiteren Jahresverlauf waren Leitungsschäden zu verzeichnen, u. a. war am 18. Mai in der Vorstadtstraße bei Grabungsarbeiten zur Renovierung eines Hauses eine Gasleitung beschädigt worden: Hier wurde eine weiträumige Absperrung inklusive Evakuierung der angrenzenden Haushalte nötig. Mehrfach gab es Alarme über Brandmeldeanlagen, auch in Unternehmen. Der letzte Einsatz des Jahres galt einem Zimmerbrand, der vermutlich durch einen explodierten Akku ausgelöst worden war.

 

Ein Überblick über die Übungstätigkeit zeigte rege Aktivität: Zu 21 regulären Übungsabenden kamen eine Nachtübung, die Abteilungshauptübung, die jährliche Belastungsübung für die Atemschutzgeräteträger und einige Sonderübungen. Auch durch Lehrgänge stärkte sich das Team weiter: Lukas Färber absolvierte den Lehrgang Maschinist für Löschfahrzeuge, Max Feinauer den Lehrgang Atemschutzgeräteträger, Thomas Fischer und Bastian Zink den Lehrgang Truppführer, Bastian Zink zudem die Führerscheinprüfung der Klasse C. Bei der Hauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Giengen / Brenz werden Max Feinauer zum Feuerwehrmann, Felix Renner, Martin Renner und Michael Widmer zum Oberfeuerwehrmann und Martin Roth zum Oberlöschmeister befördert. Martin Roth konnte zudem über zahlreiche Aktivitäten seiner Feuerwehrkameraden im sozialen und dörflichen Bereich berichten. So hatten sie das Laternenfest des Kindergartens und den St.-Martins-Ritt der Grundschule sowie den Kinderfestumzug gesichert, unter der Regie von Stadtrat Wilhelm Oszfolk die Weihnachtsbeleuchtung am Tannenbaum angebracht und die Dorfweihnacht aktiv unterstützt. Die Kameraden beteiligten sich am Kreisfeuerwehrmarsch in Nattheim, am Jedermannschießen des Schützenvereins und hatten den Kindergarten und eine AG der Grundschule zu Gast. Aus kameradschaftlicher Sicht gab es eine Radtour, ein Grillfest, die Hochzeit des Kameraden Bastian Zink und seiner Frau Isabell, daneben den traditionellen Weißwurstfrühschoppen für Ehemalige und ein Kameradschaftsessen.

 

Der Abteilungskommandant bedankte sich ebenso wie OB Dieter Henle bei allen Kameraden für ihren Einsatz. Auch für den Oberbürgermeister besitzt ihre Bereitschaft höchste Priorität: „Wie wichtig freiwillige Feuerwehren sind, erfahren im Alltag vor allem die, die sie brauchen. Entscheidend ist, dass sich genügend Menschen zu diesem Ehrenamt bereitfinden!“ Er hob die Einsätze und Übungen der Feuerwehrleute als großartige Leistung für die Stadtgesellschaft hervor und legte Wert auf die Feststellung, dass ohne sie ein großer Teil gemeinsamer Veranstaltungen nicht stattfinden könne. Auch die Brandschutzerziehung von Kindergarten- und Grundschulkindern und das Vertrautmachen mit Feuerwehrgerätehaus und Fahrzeugen seien wichtige Maßnahmen: „Weil dieses Ehrenamt zusätzliche Wertschätzung erfahren soll, werden die Ehrenamtsentschädigungssätze in zwei Schritten nach oben angepasst. Auch das ist sicher eine gute Nachricht!“ Stadt und Gemeinderat stünden zu ihrer Feuerwehr und setzten den Fünf-Jahres-Feuerwehrbedarfsplan konsequent um.

 

Gemeinsam mit Stadtbrandmeister Eberhardt verwies er auf die FFW-Gesamthauptversammlung am 31.01. um 19:30 Uhr in der Gemeindehalle Hohenmemmingen und auf den Neujahrsempfang der Stadt Giengen am 19.01. um 17 Uhr in der Walter-Schmid-Halle. Beide freuen sich auf eine möglichst große Anzahl von Teilnehmern aus allen Abteilungen der FFW Giengen – im Sinne einer Wertschätzung der Feuerwehr und der dort geehrten Kameraden.

 

Am Ende wünschten sie allen Anwesenden ein gesundes, möglichst einsatzarmes und vor allem unfallfreies Jahr 2020.

 

Bild: Freuen sich über den neuen Kameraden Markus Schock und die hervorragende Leistung der Feuerwehrmannschaft der EA Hohenmemmingen: 2. stv. Abteilungskommandant Steffen Rollwagen, 1. stv. Abteilungskommandant Jürgen Bader, Markus Schock, Abteilungskommandant Martin Roth, Oberbürgermeister Dieter Henle, Stadtbrandmeister und Gesamtkommandant der FFW Giengen Hans-Frieder Eberhardt (v. l. n. r.) Bild: Michael Junginger


Freiwillige Feuerwehr Giengen, Herbrechtinger Straße 14, 89537 Giengen
©2020 Moritz Klein, Inhalt: Martin Rösler